A1: Mehr Spuren, mehr Sicherheit
Im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA realisiert die ARGE LUWA den Ausbau der A1 zwischen Luterbach (SO) und Wangen a.A. (BE) auf sechs Fahrspuren. Das Konsortium, bestehend aus Marti AG Solothurn, Marti AG Bern, Frutiger AG und Kibag AG, stemmt eines der bedeutendsten Strassenbauprojekte der Schweiz: Eine neue 220 Meter lange Aarebrücke, eine grosszügige Wildtierunterführung, die Renaturierung des Russbachs sowie umfassende Lärmschutzmassnahmen. Projektabschluss: Ende 2027.
Herzstück des Projekts: die neue Aarebrücke
Das Baulos West bildet das Herzstück des Gesamtprojekts. Parallel zur bestehenden Doppelbrücke entsteht eine neue Aarebrücke, 220 Meter lang, 15 Meter breit und rund 25 000 Tonnen schwer. Dank ihrer Stahlbetonkonstruktion lassen sich grosse Spannweiten realisieren, die künftig drei Fahrspuren sowie einen Pannenstreifen in Fahrtrichtung Bern ermöglichen. Die Brücke ist nicht nur ein Ingenieurbauwerk von beeindruckenden Dimensionen, sie ist auch ein klares Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit der nationalen Strasseninfrastruktur.
Ökologie und Bautechnik Hand in Hand
Direkt unter der A1 entsteht eine neue Wildtierunterführung, 42 Meter lang, 32 Meter breit und 5,5 Meter hoch. Das Bauwerk wird in massiver Ortbetonbauweise erstellt. Eine Betonieretappe mit rund 700 Kubikmetern Beton war dabei ein logistischer und koordinativer Kraftakt, der dank präziser Planung und eingespielter Teamarbeit reibungslos gelang. Ziel ist es, Wildtieren eine sichere Querung des Verkehrskorridors zu ermöglichen und die ökologische Vernetzung der umliegenden Lebensräume langfristig zu sichern. Ergänzt wird das Projekt durch die Renaturierung des Russbachs, ein weiterer Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Korridors.
Lärmschutz, Anschlüsse und Infrastruktur
Bestehende Lärmschutzwände werden versetzt, verlängert und teilweise auf bis zu drei Meter Höhe angehoben. Gleichzeitig werden die Anschlüsse Oensingen und Egerkingen neugestaltet, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Ortszentren zu entlasten. Die Arbeiten umfassen zudem umfangreiche Kanalisations-, Werkleitungs- und Trasseearbeiten sowie den Bau von zwei Strassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA), stille, aber unverzichtbare Bestandteile einer modernen Autobahninfrastruktur.
«Die hohe bauliche Komplexität und die vielseitigen Anforderungen machen die ARGE LUWA zu einem anspruchsvollen Projekt. Genau diese Kombination aus technischer Präzision, enger Zusammenarbeit und vorausschauender Planung macht die Aufgabe besonders spannend.»
Facts & Figures
- Bauherrschaft: Bundesamt für Strassen ASTRA
- ARGE LUWA: Marti AG Solothurn, Marti AG Bern, Frutiger AG, Kibag AG
- Abschnitt: A1 Luterbach (SO), Wangen a.A. (BE)
- Neue Aarebrücke: 220 m lang, 15 m breit, 25 000 Tonnen
- Wildtierunterführung: 42 m lang, 32 m breit, 5,5 m hoch
- Lärmschutzwände: bis 3 m Höhe
- 2 Strassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA)
- Projektdauer: 2024–2027